Whitepaper

Cloud Computing hat sich in vielen Organisationen – beispielsweise unter dem Schlagwort „Cloud First“ – als bevorzugtes Modell für die Erbringung von IT-Dienstleistungen etabliert. Unabhängig davon, ob Infrastruktur (IaaS), Plattformen (PaaS) oder fertige Anwendungen (SaaS) aus der Cloud bezogen werden: Bei jedem dieser Bereitstellungsmodelle besteht die Gefahr der Abhängigkeit von einem einzelnen Anbieter – bei SaaS aufgrund proprietärer Datenformate und geschlossener Schnittstellen besonders ausgeprägt, bei PaaS und IaaS durch plattformspezifische Dienste und Konfigurationen ebenfalls relevant. Diese Abhängigkeit gilt es zu antizipieren.

Eine gut vorbereitete Cloud-Exit-Strategie ermöglicht einen planvollen Ausstieg aus dieser Abhängigkeit, falls sich die Rahmenbedingungen ändern. Wenn im Folgenden von Cloud Exit gesprochen wird, meinen wir den geplanten und kontrollierten Prozess, mit dem ein Unternehmen seine Daten, Anwendungen und Services aus einer bestehenden Cloud-Infrastruktur herausführt, um sie

  • in eine andere Cloud-Umgebung
  • in eine hybride Lösung oder
  • zurück in die eigene IT-Landschaft zu überführen.

In diesem Positionspapier der Fachgruppe Cloud Computing werden die Auslöser und Herausforderungen eines Cloud Exit aufgezeigt. Darauf aufsetzend stellen wir einen Plan für den Weg aus der Cloud dar, der neben relevanten Schritten auch rechtliche und vertragliche Fragestellungen einbezieht. Im Anhang präsentieren wir ein Beispiel, das die zuvor angesprochenen Aspekte aufgreift und anwendungsorientiert veranschaulicht.

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